23.01.2018

Heutzutage treffen wir überall auf den Begriff „Management“. Alles wird „gemanagt“, Probleme, Krisen, Veränderungen, Finanzen usw. Jetzt also auch noch die Terminologie. Was verstehen wir unter Terminologiemanagement und wie können Terminologiedatenbanken unsere Arbeit unterstützen?

 

Qualitativ hochwertige Produktinformationen und ein einheitliches Auftreten nach außen – ein aktuelles Thema in vielen Unternehmen

Mit einem professionell und streng definierten Terminologiemanagement schaffen Unternehmen schlanke, effiziente Prozesse und reduzieren langfristig den Nachbearbeitungsaufwand der Produktdokumentationen. Sie legen auch die Voraussetzung dafür, dass diese Informationen unternehmensweit konsistent sind und in allen Niederlassungen auch im Ausland verstanden werden.

Die internationale Norm IEC/EN 82079-1 – Erstellen von Gebrauchsanleitungen – schreibt allgemeine Prinzipien und detaillierte Anforderungen an die Gestaltung und Formulierung aller Arten von Anleitungen vor, ob für ein kleines Produkt oder sehr große und komplexe Produkte.

Dabei gilt diese Norm für alle Parteien, die an der Erarbeitung dieser Anleitungen beteiligt sind, von den Herstellern und technischen Redakteuren bis hin zu Softwareentwicklern und technischen Übersetzern. Wichtige Forderungen dieser Norm sind die Durchgängigkeit (Konsistenz) sowie die Angemessenheit (Adäquatheit) der Fachterminologie in den produktbegleitenden Informationen.

 

Terminologiemanagement zur Verwaltung der Fachbegriffe in einem Unternehmen

Um dieser Anforderung nach Konsistenz und Adäquatheit gerecht zu werden, hat sich ein aktives Terminologie-Management als sehr hilfreich erwiesen. Dies beinhaltet grundsätzlich:

  • erstmalige Ausrichtung auftretender Fachbegriffe und Textbausteine an die Unternehmenssprache (Corporate Language)
  • Bereinigung und Pflege von firmenspezifischer Terminologie
  • Mehrsprachige Terminologie-Erstellung
  • Integration von Terminologiedatenbanken in Redaktionssysteme

Die Terminologiedatenbanken können einfache Wortlisten und individuelle Glossare mit ausschließlich linguistischen Informationen, aber auch umfangreich strukturierte Thesauri mit fachlichen Informationen und Kontextbeispielen sein.

Diese Terminologiedatenbanken unterstützen die redaktionelle Arbeit in den Unternehmen, indem sie z. B. einheitliche, eindeutige und vom Unternehmen bestätigte Fachbegriffe vorschreiben. Damit stehen allen Beteiligten die branchentypischen oder unternehmensspezifischen Fachbegriffe zur Verfügung, idealerweise mit weiteren Informationen zur Verwendung im Kontext, eventuellen Erläuterungen z.B. zu Abkürzungen usw. versehen sind.

Die Fachterminologie ist an einem zentralen Ort gespeichert, auf den die entsprechenden Benutzer von jedem Standort aus zugreifen können. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Einhaltung der oben genannten Norm sowie für eine effiziente Arbeit der technischen Redakteure zur Erstellung der Unternehmensdokumentation.

 

Vorteile der Nutzung von Terminologiedatenbanken für den Übersetzungsprozess

Grundstein für einen reibungslosen Übersetzungsprozess:

Die bei den Unternehmen vorhandenen Terminologiedatenbanken ermöglichen einen reibungslosen und schnellen Übersetzungsprozess.

Damit werden nicht nur die verschiedensten Unternehmensdokumentationen einheitlich verfasst, sondern auch der Grundstein für eine einheitliche Übersetzung dieser Dokumente in die jeweiligen Sprachen gelegt.

Standardisierte und konsistente Dokumentation:

Eine standardisierte und einheitliche Verwendung von Begrifflichkeiten erfolgt nicht erst bei der Übersetzung, sondern bei der Erstellung der Ausgangstexte.

Der Vorteil liegt also in der Standardisierung der Dokumentationen in der Quell- und Zielsprache sowie dem Einsatz der Terminologie-Datenbank als CAT-Tool (englisch: Computer-Assisted Translation) für den Übersetzungsprozess mit Hilfe von Translation-Memory-Systemen. Wichtig ist dabei natürlich die Pflege dieser Datenbank, damit diese stets auf dem aktuellen Stand ist.

Preiseinsparungen und hohe Übersetzungsqualität:

Das ist eine gute Voraussetzung von Seiten des Unternehmens für eine Straffung (keine aufwändige Suche nach dem richtigen Fachbegriff) und Automatisierung des Übersetzungsprozesses (Einsatz der Terminologie-Datenbank im entsprechenden Format als CAT-Tool bei der Übersetzung), was zur Einsparung von Zeit und Kosten für die technische Übersetzung sowie Vermeidung von Übersetzungsfehlern und Diskrepanzen führt.

Unternehmensweit Konsistente Übersetzungen:

Ein weiterer Vorteil der Terminologiedatenbanken liegt in der Überprüfung der technischen Übersetzung auf Konsistenz. So wird anhand der vorliegenden Terminologieliste überprüft, ob in der übersetzten Dokumentation verschiedene Übersetzungsvarianten für einen Begriff im Quelltext verwendet wurden.

Hier haben wir zum Beispiel das Wort „Umlaufkontrolle“. Ins Französische wurde es so übersetzt:

DE: Umlaufkontrolle
FR: Contrôle de rotation

…doch in der übersetzten Dokumentation ist auch den Fachbegriff Contrôle de circulation zu finden.

Wie lautet denn jetzt die richtige Übersetzungsvariante? Um diese Probleme in Zukunft zu vermeiden, ist die Lösung der Einsatz einer Terminologiedatenbank. Terminologielisten und Glossare dienen der Erkennung von inkonsistenten Übersetzungen, erhöhen die Übersetzungsqualität und tragen zur Einhaltung der oben genannten internationalen Norm bei.

 

Ihr Techni-Translate-Team

 

27.10.2017

Übersetzungsgerechtes Schreiben ist laut Wikipedia die Erstellung von Ausgangsdokumenten unter Berücksichtigung einer späteren Übersetzung, um mögliche Übersetzungsprobleme zu vermeiden. Wälzen wir dadurch die Verantwortung für eine qualitativ hochwertige technische Übersetzung auf den Kunden ab?

Warum soll der Kunde bereits beim Schreiben seiner Dokumentation eine eventuelle technische Übersetzung berücksichtigen?

Häufig werden technische Übersetzungen verlangt, die schnell und preiswert, dabei aber in hoher Qualität geliefert werden. Das ist natürlich auch der Anspruch unseres Übersetzungsdiensts, allerdings kann der Kunde auch selbst dazu erheblich beitragen.

Format

Das beginnt mit dem Format, in dem der Ausgangstext vorliegt. Am einfachsten ist es, wenn der zu übersetzende Text im Original-Format als Datei vorliegt, so dass der Text ohne umfangreiche Layoutarbeiten durch den Übersetzungsdienstleister bearbeitet werden kann. Das ist sicherlich nicht immer möglich, erleichtert und beschleunigt aber die Übersetzungsarbeit ungemein.

Weitere Schwierigkeiten können sich durch Formatierungen im Text ergeben. So sollten z. B. in Tabellen feste Zeilenhöhen vermieden werden, da die Sätze in der Übersetzung mitunter länger sind und dann einfach „verschwinden“. Generell sollte im Layout genügend Platz für längere Übersetzungen eingeplant werden, so ist oftmals das Deutsche um etwa 1/3 länger als der gleiche Text im Englischen.

 

Verfassen der Ausgangstexte

Auch beim Verfassen der Ausgangstexte kann der Autor dazu beitragen, dass die spätere Übersetzung zügig bearbeitet werden kann. Hier einige Hinweise, was Sie beim Schreiben beachten sollten:

  • Vermeiden Sie gerade bei technischen Texten Synonyme und mehrdeutige Abkürzungen. Neue Begriffe und Abkürzungen sollten erläutert und möglichst keine unternehmensinternen Abkürzungen verwendet werden, um Mehrdeutigkeiten, Missverständnisse und unnötige Nachfragen zu vermeiden.
  • Verwenden Sie internationale Maßeinheiten, die nicht noch in andere Maßeinheiten umgerechnet werden müssen.
  • Bilden Sie relativ kurze Sätze mit möglichst nur einem Nebensatz.
  • Formulieren Sie Anweisungen einheitlich, z. B. immer als Imperativ („Schalten Sie das Gerät ein.“) oder als Infinitiv („Gerät einschalten“). Formulieren Sie pro Satz eine Handlungsaufforderung.
  • Halten Sie die logische Reihenfolge ein, damit fördern Sie das Verständnis nicht nur in der Übersetzung, sondern auch in der Ausgangssprache.
  • Vermeiden Sie Pronomen wie „diese“, „sie“, „es“, wenn das Substantiv nicht im Satz steht und der Bezug nicht deutlich wird. So lässt sich im Deutschen zwar zwischen „sie“ und „es“ unterscheiden, im Englischen wird das gleichermaßen mit „it“ übersetzt. Dann kann mitunter der Bezug nicht mehr hergestellt werden.
  • Die Überprüfung des Ausgangstexts auf korrekten Inhalt und korrekte Rechtschreibung sollte selbstverständlich sein.

 

Autorenunterstützung durch den Übersetzungsdienstleister Techni-Translate

Werden bereits im Quelldokument Textvarianten vermieden, schafft dies die Basis für eine konsistente technische Übersetzung. Dabei unterstützt Techni-Translate die Autoren, indem ihnen eine unternehmensspezifische Datenbank mit Textpassagen und Fachbegriffen zur Verfügung gestellt wird, die alle Quelltexte enthält, welche diese Kunden bereits an Techni-Translate in Auftrag zur Übersetzung gegeben haben. So können beim übersetzungsgerechtes Schreiben von Folgedokumentationen bestimmte Formulierungen und Wörter abgefragt und bevorzugt wieder verwendet werden.

Drei verschiedene Varianten eines Satzes bedeutet dreimal übersetzen lassen und dreimal dafür zahlen. Der Übersetzungsdienstleister Techni-Translate unterstützt Sie beim Aufbau einer strukturierten Firmensprache, die Basis für eine erfolgreiche internationale Unternehmenskommunikation ist.

 

Warum lohnt sich übersetzungsgerechtes Schreiben?

Der Kunde hat neben der etwas größeren Mühe und Sorgfalt beim Verfassen der Dokumente ganz klare Vorteile. Dazu gehört die Standardisierung der Dokumentationen in der Ausgangs- und Zielsprache. Können Teile vorheriger technischen Übersetzungen wiederverwendet werden, ergeben sich geringere Übersetzungskosten bei Folgeaufträgen sowie kürzere Lieferzeiten.

Die übersetzungsgerechten Quelltexte bieten aber auch in der Ausgangssprache einige Vorteile. Die Dokumente sind leichter lesbar und besser verständlich. Es kommt zu weniger Mehrdeutigkeiten. Terminologie und Stil der Texte ist einheitlicher, selbst wenn mehrere Autoren daran arbeiten. Für einige Textarten lassen sich sogar Textbausteine formulieren und einsetzen, mit deren Hilfe die Erstellung der Texte teilweise automatisiert werden kann.

Das alles führt nicht nur zu einer Zeit- sondern auch Kostenersparnis, ganz nach dem Motto „Zeit ist Geld“.

 

Ihr Techni-Translate-Team

 

10.10.2017

Die beiden Schlagwörter DTP (engl. Desktop Publishing, etwa: Veröffentlichen vom Schreibtisch aus) und Layout (engl. für Gestaltung, Aufmachung) beschreiben in etwa den letzten Schritt, den Ihre Übersetzung vor dem Druck oder der Veröffentlichung durchlaufen muss.

 

 

Was passiert beim DTP und Layout?

Der Übersetzung erfolgt in einem für die Bearbeitung der Übersetzung geeigneten Format, z. B. in einem Format des Translation-Memory-Systems oder CAT-Tools. Damit ist die Übersetzung zwar in Wort und Stil perfekt, aber unter Umständen noch nicht so gestaltet, dass der grafische oder visuelle Eindruck ansprechend und professionell erscheint oder so, wie es sich der Kunde wünscht.

Mit unserem DTP-Service werden Fachübersetzungen z. B. in Broschüren, Prospekten oder Katalogen so mit den Abbildungen und Fotos verbunden und angeordnet, dass sie dem Originaldokument genau entsprechen. Das sind die Aufgaben, die sonst eine Werbeagentur oder ein Grafiker übernimmt. Damit erhält der Kunde eine fertige übersetzte Druckvorlage, die sich bei Änderungen außerdem auch leicht anpassen lässt.

 

Welche Formate können wir bearbeiten?

Die zu übersetzenden Dokumente des Kunden können in vielfältigen Ausgangsformaten vorliegen, so z. B. die klassischen Officeprogramme Word, Excel und PowerPoint, aber auch die Formate htm, xml, pdf und viele andere komplexere Dateiformate.

Techni-Translate verwendet speziell für das DTP entwickelte Programme, wie z. B. InDesign oder FrameMaker von Adobe, die sich besonders für Dokumente mit vielen grafischen Elementen oder Abbildungen eignen, die auch regelmäßig aktualisiert werden sollen.

Zu den Programmen und Formaten, mit denen Techni-Translate arbeitet, gehören:

  • DTP-Formate: Adobe InDesign, llustrator, FrameMaker, PageMaker, Photoshop, Acrobat, QuarkXPress
  • Microsoft Office-Formate sowie
  • mehrere Exportformate bei Software– und Website-Übersetzungen wie XML, XLIFF, HTML und CSV.

 

 

Warum ist das Layout wichtig?

Layoutanpassung analog zum Quelldokument

Der Kunde erwartet natürlich eine Übersetzung, die er nicht noch einmal mit eigenen Ressourcen nachbearbeiten muss. Die ursprüngliche Gestaltung seines Dokuments muss genauso in der Übersetzung wiedergegeben werden. Das ist bei einigen Übersetzungen nicht immer einfach. So unterscheidet sich z. B. die Textlänge im Englischen und Deutschen erheblich, das Deutsche ist einfach länger. Deshalb muss die Textlänge der Übersetzung unter Umständen an die vorhandene Textfeldgröße angepasst werden.

 

Fremdsprachensatz

Außerdem sind Schriften und Sonderzeichen sowie Worttrennung und Zeichensetzung in der jeweiligen Sprache zu beachten.

 

Anpassung von Grafiken und Bilder

Die Abbildungen und Grafiken müssen an der richtigen Stelle im Text eingefügt sein, damit sie auch Sinn machen. Manchmal enthalten diese Abbildungen auch Texte, die zu übersetzen sind und die dann in der Übersetzung an der richtigen Stelle in der Grafik erscheinen sollen.

Alle diese Faktoren sind zu beachten, wenn man eine Übersetzung erhalten möchte, die im Idealfall ein originalgetreues Abbild des Originaldokuments in der jeweiligen anderen Sprache ist, ungeachtet der Schriftzeichen und Schreibrichtung der Fremdsprache.

 

Muss der Kunde sein zu übersetzendes Dokument in einem dieser Formate zur Verfügung stellen?

Am günstigsten für beide Seiten ist es natürlich, wenn das Dokument im Originalformat für Übersetzungszwecke vorliegt, so dass wir es direkt bearbeiten können (z. B. InDesign). Das spart unnötigen Aufwand und damit Geld, denn es ist nicht nötig, das Format anzupassen oder zu konvertieren, um für die Übersetzung eine bearbeitbare Datei zur Verfügung zu haben. Außerdem lassen sich spätere Anpassungen und Änderungen viel einfacher und schneller und damit wiederum kostengünstiger bewerkstelligen.

Aber das ist nicht immer möglich. Manchmal liegen die Dokumente „nur“ in Papierform oder im PDF-Format vor. Auch das ist kein Problem. Techni-Translate bearbeitet alle Formate und kann mit Hilfe spezieller Tools die Dateiformate problemlos konvertieren, so dass immer die optimale Lösung gefunden wird. Der Kunde erhält die Übersetzung stets in dem von ihm gewünschten Format.

 

DTP und Layout – eine Aufgabe für unsere Spezialisten

Das Übersetzungsbüro Techni-Translate verfügt nicht nur über qualifizierte Übersetzer in den jeweiligen Sprachen und Fachgebieten, sondern auch über erfahrene Spezialisten im Bereich DTP und Layout. Der Kunde erhält also alles aus einer Hand, vom Ausgangsdokument bis zur fertigen druckreifen Übersetzung.

Die Spezialisten von Techni-Translate arbeiten mit den unterschiedlichsten Formaten, Schriftarten, Zeichensätzen und Schriftausrichtungen. So sind zum Beispiel bei Übersetzungen ins Japanische die unterschiedliche Schreibrichtung zu beachten. Ganz zu schweigen von den speziellen Schriftsätzen für andere Sprachen, wie z. B. Russisch, Tschechisch, Chinesisch. Das Layout erfolgt stets bei Techni-Translate, es ist nicht erforderlich, nach der Übersetzung noch einen Grafikdesigner mit diesen Arbeiten zu beauftragen. Damit bleiben die Kosten für eine druckreife Übersetzung stets überschaubar und transparent.

 

Ihr Techni-Translate-Team

 

 

15.09.2017

Professionelle Übersetzungsdienstleistungen kommen heutzutage nicht mehr ohne moderne und effiziente Hilfsmittel aus. Zu den häufig eingesetzten technischen Hilfsmitteln gehören die sogenannten Translation-Memory-Systeme oder Translation Memories, ein Speicher oder Archiv früherer Übersetzungen, auf die schnell zugegriffen werden kann.

 

Was ist ein Translation Memory (TM) und wie kann es die Arbeit des Übersetzers unterstützen?

In der heutigen Zeit ist der Begriff der „Digitalisierung“ in aller Munde. So macht dieser Trend auch vor dem Übersetzer nicht Halt. Das Bild des Übersetzers, der im stillen Kämmerlein allein vor sich hin übersetzt, ist längst überholt. Genügten vor rund 30 Jahren noch eine Schreibmaschine und viele Wörterbücher als Handwerkszeug des Übersetzers, muss der Übersetzer heute die moderne Computertechnik nutzen, um schneller, effizienter und mit gleichbleibend hoher Qualität zu arbeiten.

Zu den Werkzeugen des Übersetzers gehören auch spezielle CAT-Tools unterschiedlicher Anbieter, die aber im Grunde genommen alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Beim Übersetzen eines Textes, z. B. einer Bedienungsanleitung, werden die Übersetzungssegmente, das kann ein Satz, eine Wortgruppe oder eine Phrase sein, automatisch in einer Datenbank gespeichert. Gerade bei technischen Fachübersetzungen ist es häufig der Fall, dass sich solche Segmente so oder so ähnlich wiederholen.

Nun kommt das Translation Memory, der Speicher der bereits übersetzten Segmente ins Spiel. Das CAT-Tool schlägt dem Übersetzer das bereits schon einmal übersetzte Segment aus der Datenbank als Übersetzung vor. Dabei wird sogar angezeigt, ob es sich um eine 100%ige Übereinstimmung handelt und der Satz so wieder übernommen werden kann, oder ob es Abweichungen gibt, und welche das sind, die neu übersetzt werden müssen.

 

Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

In einer technischen Übersetzung kommt z. B. der Satz „Tragen Sie einen leichten Schmierfilm auf und setzen Sie die O-Ringe in die Nuten ein.“ Dieser Satz wird zusammen mit seiner entsprechenden Übersetzung im Translation Memory (zusammen mit weiteren Angaben wie z. B. Name des Übersetzers, Datum, Projektname) gespeichert.

Kommt an einer anderen Stelle des Textes der Satz genauso noch einmal vor, schlägt das Translation Memory die fertige Übersetzung vor, die der Übersetzer so übernehmen kann.

Lautet der Satz an anderer Stelle aber „Tragen Sie Schmiermittel auf und setzen Sie die O-Ringe ein.“, erkennt das Translation Memory die Ähnlichkeit zum vorher übersetzten Satz und schlägt auch diese Übersetzung vor, allerdings wird angezeigt, welche Unterschiede es zum vorherigen Satz gibt und wo der Übersetzer neu bearbeiten muss.

 

 

Und das gilt nicht nur für das eine Dokument, das zu übersetzen ist, sondern auch für alle zukünftigen Übersetzungen anderer Texte, bei denen das Translation Memory eingesetzt werden kann.

 

Welche Vorteile hat das Translation Memory für den Übersetzer?

Der Nutzen für den Übersetzer liegt auf der Hand. Zu Beginn der Arbeit mit dem Translation Memory muss die Datenbank natürlich erst einmal gefüllt werden. Aber mit jedem erledigten Auftrag wächst die Datenbank, die dann für neue Übersetzungen zur Verfügung steht. Hat man häufig ähnlich geartete Dokumente zu übersetzen, wie Bedienungsanleitungen oder Vertragstexte, dann wird man schon recht bald merken, dass nicht mehr alle Segmente neu übersetzt werden müssen, sondern man Vorschläge aus dem Translation Memory bekommt. Somit kann ein Übersetzer schneller arbeiten.

Außerdem kann der Übersetzer die Qualität seiner Arbeit verbessern. Die fertige Übersetzung wird einheitlicher, die Formulierungen im gesamten Dokument konsistenter, Fehler werden vermieden.

 

Welche Vorteile ergeben sich für den Kunden?

Die Qualität ist hier ein großer Pluspunkt:

Wird die Übersetzung der Dokumente eines Unternehmens, auch zu unterschiedlichen Zeiten, beim Übersetzungsbüro Techni-Translate in Auftrag gegeben, kann mit Hilfe des bestehenden Translation Memory, das bei Techni-Translate ständig erweitert und gepflegt wird, sichergestellt werden, dass die Übersetzung einheitlich und konsistent bleibt, auch wenn mehrere Übersetzer daran arbeiten.

 

Auch die Kostenfrage spielt hier eine nicht unbedeutende Rolle:

Bei der Angebotserstellung kann das Übersetzungsbüro Techni-Translate mit Hilfe des für diesen Kunden angelegten Translation Memory den zu übersetzenden Text analysieren und feststellen, ob sich Übersetzungssegmente wiederholen, die dann nicht berechnet werden.

Diese Segmente sind nicht nur Text-Wiederholungen (100%-Übereinstimmung) innerhalb der analysierten Dokumenten, sondern auch Wiederholungen mit alten Übersetzungen im TM (Translation Memory).

Die Teil-Übereinstimmungen zu vorhandenen Übersetzungen werden auch erkannt und entsprechend mit einem niedrigeren Faktor als der Preis einer Neuübersetzung berechnet.

So kann sich unter Umständen je nach Text eine deutliche Kostenersparnis für den Kunden ergeben.

 

Schnelle Lieferung:

Der Übersetzer kann effizienter, schneller und mit gleichbleibend hoher Qualität arbeiten. Die Text-Wiederholungen aus dem TM erleichtern die Arbeit des Übersetzers immens, die in unterschiedlichen Zeitabständen beauftragten Dokumentationen bleiben konsistent und werden schnell geliefert!

 

Gibt es auch Nachteile?

Das CAT-Tool vergleicht „nur“ die neu zu übersetzenden Segmente mit den bereits übersetzten, abgespeicherten Segmenten im Translation Memory. Der Sinn und Kontext, oder auch mögliche fehlerhafte Übersetzungen, können nicht erkannt werden.

Es werden Vorschläge zur Unterstützung des Übersetzers gemacht. Der fachkundige Übersetzer ist aber derjenige, der entscheidet und die linguistischen oder stilistischen Feinheiten erkennt und berücksichtigt, um so zu einer fehlerfreien und qualitativ hochwertigen Übersetzung zu gelangen.

Bei einigen Textarten, wie z. B. literarische Texte oder Werbetexte, ist ein Translation-Memory-System eher hinderlich, da es hier auf die Phantasie und Kreativität des Übersetzers ankommt.

 

Ihr Techni-Translate Übersetzungsbüro

 

17.03.2017

Wie der Name schon vermuten lässt, geht es bei der „Fachübersetzung“ um eine professionelle Übersetzung technischer oder wissenschaftlicher Texte durch Fachübersetzer oder Ingenieure, die neben ihrer übersetzerischen Kompetenz zudem die notwendige Expertise und jahrelange Erfahrung in einem spezifischen Fachgebiet aufweisen.

 

Fachübersetzung-durch-Ingenieure-oder-Fachübersetzer

 

Für jeden Fachtext den geeigneten Fachübersetzer finden

Unser Übersetzungsbüro ist nach der neuen QM-Norm DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und verfolgt strenge Qualitätsvorgaben zur Einhaltung der Anforderungen der Kunden und der Qualitätsnorm.

Jeder fachsprachlicher Text wird einem geeigneten Fachübersetzer zugeordnet, der ausschließlich in seine Muttersprache übersetzt und über die notwendige Fachexpertise verfügt. Alle Fachübersetzer sind ausgebildete Experten in Ihren spezifischen Fachbereichen.

 

Was muss ein Übersetzer für eine professionelle Fachübersetzung alles mitbringen?

Erfahrung und fachspezifisches Wissen:

Nur so wird gewährleistet, dass Fachausdrücke und Begriffe der Originalsprache treu bleiben. Fachübersetzungen aus dem technischen oder Ingenieurbereich dürfen zum Beispiel ausschließlich von erfahrenen Fachübersetzern oder Ingenieuren getätigt werden, da nur diese über die notwendige Fachexpertise verfügen.

Das gleiche gilt bei der Übersetzung juristischer Texte. Eine Vertragsübersetzung oder die Übersetzung von allgemeinen Geschäftsbedingungen erfordern auch ein fundiertes Wissen im rechtlichen Umfeld und sollten nur von professionellen Fachübersetzern bearbeitet werden, die ein Jurastudium absolviert haben oder über langjährige Berufserfahrung verfügen.

Exzellente Sprachkenntnisse in der Quellsprache:

Eine fehlerfreie Übertragung in die Zielsprache setzt das Beherrschen der Sprache, aus der übersetzt wird, voraus.

Fachübersetzungen ausschließlich durch Muttersprachler:

Das ist die Grundvoraussetzung, um Aspekte wie kulturelle Gepflogenheiten, Grammatik, Formulierungen, oder landestypische Ausdrucksweise einwandfrei in die Übersetzung umzusetzen.

 

Wird für allgemeinsprachliche Übersetzungen keine besondere Spezialisierung benötigt?

Allgemeine bzw. nichtwissenschaftliche Texte beinhalten keine technische Sprache oder schwierige Fachbegriffe und gehören zu keinem spezifischen Gebiet, daher ist ihre Übersetzung leichter als die Fachübersetzung. Übersetzer verwenden keine Fachausdrücke, sondern eine sehr klare Sprache, weil es sich meistens um ein allgemeines Zielpublikum handelt. Trotzdem brauchen sie aber auch umfangreiche Kenntnisse, denn die Gebiete können sehr unterschiedlich sein.

Zu der Übersetzung von allgemeinsprachlichen Texten gehören einfache Dokumente mit allgemein bekannten Fachausdrücken, beispielsweise einfache Broschüren, Wirtschaftstexte, Presse- und Blogartikel, Anschreiben, Lebensläufe, Interviews, Reisekataloge, Website-Übersetzungen, Pressemitteilungen, usw. Dabei kommt es zumeist auf eine gute Lesbarkeit des Textes an, das heißt, im Idealfall wird der Leser gar nicht merken, dass es sich um eine Übersetzung handelt. Denn das ist das Ziel jeder Übersetzung: nicht als solche wahrgenommen zu werden, sondern für den Originaltext gehalten zu werden.

 

Ihr Techni-Translate Übersetzungsbüro